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Währungsrelationen zur Kreuzerzeit in Bayern
 
     
  B. Umlaufende Münzsorten und ihr Wert  
     
  Die vollständige Anzahl der Münzsorten, die in der Zeit zwischen 1810 und 1873 in Bayern geprägt worden sind und welche Banknoten ihre seltene Verwendung fanden bitte ich der einschlägigen Literatur zu entnehmen. Vielleicht kann auch ein Sammlerkollege unter den Münzsammlern mir Hilfestellung geben. Nach Malaise wurden 1842 folgende Münzsorten von der Königlich Bayerischen Münze ausgeprägt:  
     
 

Münzsorten

Wert im 24 1/2 Guldenfuß

   

in Kupfer

 

Heller

1/8 Kreuzer

Pfennig

1/4 Kreuzer

Zweipfennigstücke

1/2 Kreuzer

   

in Silber

 

Kreuzer

1 Kreuzer

Groschen

3 Kreuzer

Sechser

6 Kreuzer

Halbgulden

30 Kreuzer

Gulden

60 Kreuzer

Vereinsmünze zu 2 preuß. Talern

3 Gulden 30 Kreuzer

Geschichtstaler nach 1837

3 Gulden 30 Kreuzer

   

in Gold

 

Dukaten

5 Gulden 30 Kreuzer

 
     
  Ältere Münsorten bis 1837 sind:  
     
 

Münzsorten

Wert im 24 1/2 Guldenfuß

   

in Silber

 

Zwölfer

12 Kreuzer

Vierundzwanziger

24 1/2 Kreuzer

Geschichtstaler bis 1837

2 Gulden 27 Kreuzer

Kronentaler

2 Gulden 42 Kreuzer

Halbe Kronentaler

herabgesetzt auf 1 Gulden 20 Kreuzer

Viertel Kronentaler

herabgesetzt auf 39 Kreuzer

Bayerischer Taler

2 Gulden 27 Kreuzer

Speciestaler

2 Gulden 27 Kreuzer

Konventionstaler

2 Gulden 27 Kreuzer

Halber Bayerischer Taler

1 Gulden 13 1/2 Kreuzer

   

in Gold

 

Karoline

12 Gulden

Halbe Karoline

6 Gulden

Viertel Karoline

3 Gulden

Mard'or

8 Gulden

Doppelter Mard'or

16 Gulden

 
     
 

Banknoten 1842

Wert

   

10-Guldennote

10 Gulden

100-Guldennote

100 Gulden

 
     
  Feingehalt bayerischer Münzsorten vor 1837
 
     
 

Münzesorte

Feingehalt der
rauhen Mark

Anzahl der
Stücke auf
die rauhe Mark

Wert im
24 1/2
Guldenfuß

in Silber

 

Kronenthaler

13 17/18 Loth

7,97

2 fl 42 kr

Speciestaler

13 1/3 Loth

8 1/3

2 fl 27 kr

Bayerischer Taler

13 1/3 Loth

8 1/3

2 fl 27 kr

Geschichtstaler bis 1837

13 1/3 Loth

8 1/3

2 fl 27 kr

Vierundzwanziger

9 1/3 Loth

60

24 1/2 kr

       

in Gold

 

Dukaten

23 2 /3 Karat

67

5 fl 30 kr

Karoline

18 1/2 Karat und
3 2/3 Karat Silber

24

12 fl

Mard'or

18 1/2 Karat und
4 Karat Silber

36

8 fl

 
     
  Es seien noch einige Anmerkungen zu den einzelnen Münzsorten gemacht:

Bei den 3-Kreuzer- und den 6-Kreuzer-Stücken wird die feine Mark Silber, wegen der größeren Prägekosten zu 27 Gulden ausgemünzt. Der bayerische Taler wurde ursprünglich ausgemünzt zu 2 fl 24 kr, die Karoline zu 11 fl, der Mard'or zu 7 fl 20 kr. Im Geschäftsverkehr verstand man 1842 unter einer Karoline oder Louisd'or immer noch einen Wert von 11 fl. Es gab die Karoline also als Münze und als Pseudorechnungseinheit neben dem Gulden (siehe auch das Kapitel Sortenzettel).

 
     
 
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Diese Seite wurde zuletzt am Freitag 1 Mai, 2009 0:29 geändert.
© 2002 Wolfgang Appell

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I. 
Die Währungsverhältnisse in Bayern vor 1810
   
  A. Der Reichsgulden
B. Schilling, Groschen,
    Kreuzer, Taler
C. Die Fränkische Währung
   
II. 
Die Währungsverhältnisse in Bayern nach 1810
   
  A. Münzmark und Münzfuß
B. Umlaufende Münzsorten
    und ihr Wert
C. Der Dukaten
   
III. 
Der Sortenzettel
   
IV. 
Vergleich Münzwerte Europa - Bayern 1842
   
V. 
Kaufkraft des Rechnungsguldens