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- Begriff Fraktal entstammt dem lat. frangere (brechen,
zerbrechen)
- wurde von dem Mathematiker Benoit Mandelbrot
geprägt
- die Mathematik der Fraktale (= fraktale Geometrie)
dient als Beschreibungsmittel für Vorgänge die dem Begriff
"Chaos" zugeordnet werden
- Fraktale entstehen indem eine bestimmte Formel/
Folge auf einen Ausgangswert angewandt wird und das Ergebnis wieder
als Ausgangswert benutzt (Iteration). Daher resultiert die Eigenschaft
der Selbstähnlichkeit bei Fraktalen
- wesentliche Eigenschaften
Selbstähnlichkeit
Komplexität
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| Hier einige Bilder mit fraktalen Strukturen aus der
Natur. Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern
und durch Doppelklick schließen die Fenster auch wieder. |
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Ammonit
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Küstenlinien
hier England
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Landschaften
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Wasserfälle
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Tropfsteinhöhle
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Wolken
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Farn
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Blumenkohl
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Mathe-Zaubergarten mit Spaß
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Iteration und Apfelmännchen
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Du hast die Nase noch nicht voll ? Also
gut, es geht weiter mit den Apfelmännchen. |
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Bevor ich Dir weiter
erkläre, was es mit Iteration und Apfelmännchen
auf sich hat, schau Dir das Apfelmännchen
links an. Du kannst die Figur um das 256-fache
vergrößeren (anklicken) und Du wirst
immer die Selbstähnlichkeit sehen.
Also wir waren stehen geblieben bei
zn -> zn2 + c
= zn+1 bzw. bei der Iterationsformel
zn+1 = zn2 +
c.
Du kennst das Mathe-Koch-Rezept noch ? Anfangswert
einsetzen, quadrieren, und 3 addieren. Dann Ergebnis
quadrieren und 3 addieren, und wieder dasselbe,
Ergebnis quadrieren und 3 addieren. Du weißt
es noch? Gut! Ich hab' Dich genervt? Auch gut!
So bleibt es wenigstens im Gedächtnis. Oder
doch nicht ? |
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Was passiert eigentlich, wenn
wir als Wert für c die Zahl 0,1 wählen? Also
zacki, zacki den Taschenrechner raus. Selbstverständlich
geben wir als z0 den Wert 0 ein und quadrieren
ihn. Nein. nein, ich bin nicht blöde. Wir müssen
bei einer Iteration nur immer auf dieselbe Art und Weise
rechnen. Was machen wir mit dem Ergebnis 0,1? Wir quadrieren
0,1 und addieren 0,1. Was spuckt der TR aus ? Klasse
, Du hast es: 0,11.
Wie geht es weiter? Nach Koch-Rezept!
Wir quadrieren 0,11 und addieren 0,1. Nein, nein Du
mogelst. Ohne Taschenrechner geht es nicht. Also hol
ihn gefälligst. Du verstehst es sonst nicht. Wir
erhalten, wenn wir so weitermachen, eine Zahlenfolge
{0,1; 0,11; 0,1121; 0,1125664; 0,1126712; 0,1126948;
0,1127001; 0,1127013; 0,1127015; 0,1127016; 0,1127016;
...}. Wie oft haben wir jetzt iteriert? Oder wie oft
haben wir uns wiederholt: Ergebnis quadrieren und 0,1
addieren?
Du bist Spitze! Richtig 12 mal,
wir sind bei z12! Du siehst mit manchem c
marschieren wir anscheinend mit großer Geschwindigkeit
mit unseren Ergebnissen in große Zahlen, sehr
große Zahlen und letztlich in die Unendlichkeit.
Mit anderen c's anscheinend nicht.
Das c bzw. das zn beschreiben
Punkte in unserem kartesischen Koordinatensystem. 'tschuldigung
an der Uni sehen sie es viel komplizierter. Da sprechen
sie von komplexen Zahlen, und wenn Du auf Seiten gehst,
die Du mit dem Suchbegriff Mandelbrot gefunden hast,
dann wimmelt es nur so von mathematischen Fachbegriffen.
Vergiss es, lass Dich nicht anmachen, es ist alles viel
einfacher.
Natürlich übertreibe
ich hier, aber Du willst ja kein Mathematiker werden,
sondern einfach nur kapieren. Zurück zum Apfelmännchen.
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Wenn ich nachts am PC sitze, waafe ich zuviel.
Also gut. Wenn unsere Zahlenfolge nicht ins
Unendliche entfleucht, sondern wie bei c =
o,1 Werte produziert , die sich einer bestimmten
Zahl nähern, DAAANNNNNNNN gehört
dieser Punkt, der durch c beschrieben wird
(wie auch immer) zur Mandelbrotmenge M und
wird schwarz dargestellt. Alle anderen Zahlenfolgen
mit c's, die gegen unendlich entfliehen, d.
h. keinem festen Wert zustreben, die werden
farbig dargestellt. Welche Farbe gewählt
wird, hängt davon ab, wie schnell die
Iterationsfolge ins Unendliche abmarschiert.
Wie das zusammenhängt, dazu brauch'
ich aber noch ein Weilchen.
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| Ein Zoom
ins Apfelmännchen zwischen der Hauptherzkurve
und der größten daran hängenden
Disc/Farbfläche |
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Freunde der strengen
mathematischen Ausdrucksweise mögen mir vergeben.
Aber ich habe keine deutschsprachige Seite gefunden,
die den Sachverhalt, vielleicht etwas unscharf,
aber verständlich erklärt. Ich versuche
es hier für meine Schüler Jahrgangsstufe
9 bzw. 10 der Realschule Ebermannstadt. Da ich
gelernter Universaldilettant bin, kann ich es
mir erlauben.
Machen wir weiter! Du weißt jetzt, was eine
Iteration ist (same procedure) und Du hast auch
schon die Iterartionsformel kennengelernt mit
der das Apfelmännchen erzeugt wird. Du weißt
warum Punkte des Apfelmännchens schwarz oder
farbig dargestellt werden, ungefähr jedenfalls,
Du kennst den Begriff Fraktal und weißt,
was man mit Selbstähnlichkeit meint. |
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| Ein anderer
Zoom in die Spitze der Herzkurve |
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Ist das nicht schon 'ne Menge? Dabei
hast Du eigentlich nur mit Applets gespielt, die wunderschöne
Bilder erzeugen können.
Jetzt stell Dir mal vor, ich rufe Dich an die Tafel
und verlange von Dir die Wurzel Ö
(-4) zu berechnen. Du denkst doch bestimmt, ich
spinne. Niemals die Wurzel aus einer negativen Zahl
ziehen, so haben Deine Lehrer es gepredigt, das geht
nicht und überhaupt gibt es schlechte Noten. Wenn
Du mutig bist, sagst Du mir das auch und setzt Dich
wieder. Und recht hast Du. Wenn Du clever bist, denkst
Du dasselbe, das geht nicht, der spinnt, aber ich zeige
dem Appell meinen guten Willen und fange mal an. Du
rechnest
Ö (4
· (-1)) = 2 ·
Ö (-1)
So weit so gut. Du hast teilweise radiziert
und alles richtig gemacht. Aber was zum Kuckuck ist
Ö (-1) ?
Eines Tages saß ein Mathematiker vor
Ö (-1) und stellte sich genau diese Frage.
Ich versichere Dir bis heute kann Dir das niemand
wirklich beantworten. Aber Mathematiker sind Menschen,
die sich von einem Verbot "Das darfst Du nicht",
weil es nie und nimmer geht, nicht beeindrucken lassen.
Eine sehr positive Eigenschaft von Mathematikern ist,
oder sagen wir viel weiter gefasst, von Menschen,
die sich wirklich für Mathematik interessieren
(so was gibt's wirklich), sie sind:
Ausprobierer
Nachsinner
Versuchen-Woller
Nicht-zufrieden-Geber
Untersucher
Spieler
Also da sitzt so ein Ausprobierer vor
Ö(-1) und sinnt nach: "Ich stelle
mir mal vor, das sei wirklich eine Zahl, bilde ich
mir einfach mal ein. Dann müsste ich ja aber
damit rechnen können. Wenn ich nicht nach meinen
Rechenregeln damit rechnen kann, dann ist es auch
keine Zahl. Ich probiere mal die Multiplikation:
Ö (-1)
·
Ö (-1) = -1
Wurzel mal Wurzel, da kommt das raus,
was unter der Wurzel steht. Das weiß doch jeder.
Also das hat funktioniert. Jetzt probiere ich die
Addition Ö (-1) +
Ö (-1) = 2 ·
Ö (-1). Geht doch auch.
Ich weiß nicht, was Ö
(-1) ist, aber anscheinend kann ich damit rechnen."
Es wird ihm lästig immer dieses
Wurzelzeichen Ö (-1)
zu schreiben, mir übrigens auch, und bevor er
weiter ausprobiert, stellt er folgende Überlegung
an: "Ich bilde mir ein Ö
(-1) sei eine Zahl, eine eingebildete Zahl. Wenn ich
weiter erzähle, ich rechne mit eingebildeten
Zahlen, kommen die Männer in weißen Kitteln
mit den Turnschuhen. Wozu bin ich Mathematiker, ich
benenne das Ding einfach lateinisch, klingt immer
gut. Ich nenne sie imaginäre Zahl, das meint
dasselbe und klingt nicht so doof. Aus diesem Grund
wähle ich mir als viel kürzeres Symbol
Ö (-1) = i ."
Dann versucht er zu i die Zahl 1 zu
addieren. Was ist 1 + i ? Und er versinkt in tiefes,
tiefes Nachsinnen.
Das Ergebnis dieses Nachsinnens findest
Du auf der Website " Apfelmännchen's Komplexe".
Es wird nicht ganz einfach, aber wenn Du das Rechnen
mit den Vektoren im Koordinatensystem kapiert hast,
gibt es null problemo. Ansonsten kannst Du es dann
lernen oder freue Dich einfach an den bisherigen Fraktal-Applets.
Nein, falsch, auch auf dieser nächsten Seite
werde ich 'ne Menge Applets einbauen, die man sich
zumindest anschauen könnte ??? Brauchst' die
Seite ja nicht zu lesen.
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Diese Seite wurde zuletzt am
Mittwoch 16 September, 2009 19:49
geändert.
© 2002 Wolfgang Appell
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Sierpinski Gasket
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Gehe mit der Maus über das schwarze Dreieck
und warte was passiert.
Überlege wie Du selbst so etwas erzeugen könntest. Es ist
eine Vorgehensweise, die sich ständig wiederholt, also ein iterativer
Prozess. Die Abbildungen, die hier verwendet werden, kennen wir auch
in der Realschule. |
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- Wir haben unser schwarzes Dreieck zentrisch gestreckt
und zwar mit dem Streckungsfaktor 1/2.
- Jeweils eine Kopie davon haben wir parallel nach
rechts und oben verschoben, bis sie die Gestalt des ursprünglichen
Dreiecks bilden.
- Mit den drei neu entstandenen schwarzen Dreiecken
machen wir dasselbe, und dann wieder und wieder.
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| Wenn wir diese Iteration nur oft genug
machen nimmt die Figur eine charakteristische Gestalt an, die man
Sierpinski Gasket nennt. |
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Gehe mit der Maus über das Bild von Steve und schau was passiert.
Du siehst Du kannst die Regeln von oben eigentlich auf jedes beliebige
Bild anwenden, wenn Du Deinen iterativen Prozess nur lange genug
dauern lässt, entsteht wieder ein Sierpinski Gasket.
Die Beispiele unten funktionieren wie gehabt. Wenn Du mit der Maus
drüber gehst, kannst Du den iterativen Prozess verfolgen.
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In diese Iteration ist noch eine kleine Drehung eingebaut.
Das nächste Bild zeigt ein Mandala. Solche Mandalas symbolisieren
im Buddhismus das Universum. Mandalas zeigen immer Selbstähnlichkeit
und Komplexität. Sie haben also eine fraktale Struktur.
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| Seit einigen Jahren weiß man, dass die Verteilung
der Galaxien im Universum nicht gleichmäßig ist. Sie liegen
auf den Oberflächen gigantischer Blasen, sie bilden sozusagen
kosmischen Schaum und Schaum zeigt eine fraktale Struktur, somit auch
die Verteilung der Galaxien im Universum. |
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